eSIM-Grundlagen

Was ist eine eSIM?

Eine eSIM ist eine SIM-Karte, die schon fest im Handy steckt. Statt ein Stück Plastik einzulegen, lädst du ein Profil, und das Handy bucht sich ins Netz ein. Mehr steckt nicht dahinter.

Jedes Handy braucht eine SIM, um dem Netz zu zeigen, wer du bist. Dreißig Jahre lang war das eine Karte zum Herausnehmen. Seit ungefähr 2018 steckt in den meisten Handys ein kleiner, neu beschreibbarer Chip, der dieselbe Aufgabe erledigt. Ein eSIM-Profil sind einfach die Zugangsdaten darauf.

Für Reisende zählt das hier. Du kaufst Daten für ein anderes Land schon zu Hause, und sie laufen ab der Landung. Kein Laden am Flughafen, kein Pass über den Tresen, keine Nadel für den SIM-Schlitten im Gepäck. Deine gewohnte Nummer bleibt gleichzeitig auf deiner gewohnten Leitung aktiv. Anrufe und Nachrichten kommen also weiter an.

Was kaum jemand offen sagt: Die meisten Reise-eSIMs sind reine Daten-eSIMs. Sie haben keine Rufnummer, und deshalb kommt der Code deiner Bank nie an. Das ist eine Produktentscheidung, keine Grenze der Technik, und wir haben sie behoben.

eSIM gegen physische SIM

Reise-eSIMLokale SIM am FlughafenRoaming im Heimtarif
Vor dem Abflug eingerichtetJaNeinJa
Eigene Nummer bleibtJaNeinJa
Üblicher Preis für 5 GB$9 to $17$5 to $25 plus Warteschlange$50 und mehr
Pass und Formulare nötigNeinOftNein
Läuft direkt nach der LandungJaSobald du den Laden findestJa

8

eSIM Profile, die ein aktuelles iPhone speichert

5

Profile, bei denen viele Android Geräte aufhören

60 percent

Der Meldungen über kein Netz sind das Roaming

60 seconds

Automatische Erstattung bei fehlgeschlagener Bereitstellung

Was wirklich im Handy steckt

Der Chip heißt eUICC und ist fest auf die Platine gelötet. Er trägt eine eigene Seriennummer, die EID, und über die schickt ein Netz ein Profil an dein Gerät statt an das von jemand anderem.

Du kannst deine in zehn Sekunden prüfen. Öffne das Tastenfeld und wähl Stern Raute null sechs Raute. Erscheint neben der IMEI eine EID, hat dieses Handy eine eSIM. Auf dem iPhone steht dieselbe Zeile unter Einstellungen, Allgemein, Info. Auf Android meist unter Einstellungen, Über das Telefon, Status.

Keine EID heißt keine eSIM, egal was eine Kompatibilitätsliste im Netz behauptet. Modellnamen werden über Regionen hinweg wiederverwendet, und ein Handy aus einem Land kann den Chip nicht haben, den sein Zwilling anderswo hat. Nur das Gerät selbst ist eine verlässliche Quelle.

SIM Lock, das Einzige, was dich aufhalten kann

Ein Handy aus einem Vertrag kann gesperrt sein, und ein gesperrtes Handy kann eine fremde eSIM ablehnen, obwohl der Chip da ist und die EID auftaucht. Das ist eine Entscheidung des Anbieters und keine Grenze der Hardware, und keine Installation ändert daran etwas.

Lass das Gerät von deinem Anbieter entsperren. Nach bezahltem Vertrag ist das meist kostenlos und kann ein paar Tage dauern, also mach es vor der Reise und nicht am Flughafen. Ein paar Länder beschränken fremde Profile ohnehin, und wo das so ist, schreiben wir es auf die Länderseite, statt dein Geld zu nehmen.

Scheitert die Bereitstellung doch, kommt die Belastung automatisch innerhalb von 60 seconds zurück. Kein Ticket, kein Formular, kein Gespräch.

Dual SIM, auf dem iPhone und auf Android

Dual SIM meint zwei verschiedene Dinge, die ständig verwechselt werden. Wie viele Profile ein Handy speichert, und wie viele Leitungen es gleichzeitig betreibt. Fast jedes eSIM fähige Handy betreibt zwei Leitungen gleichzeitig. Beim Speicher gehen die Plattformen auseinander.

Ein aktuelles iPhone speichert rund 8 Profile und hält 2 davon aktiv. Du setzt eine Leitung auf Standardstimme und richtest Mobile Daten auf die andere. Danach schaltest du Mobiles Datennetzwerk wechseln aus, unter Einstellungen, Mobilfunk, Mobile Daten, denn diese Option steckt hinter den meisten überraschenden Roamingrechnungen.

Android betreibt ebenfalls zwei Leitungen, aber mehrere verbreitete Geräte speichern nur 1 bis 5 Profile, und ein paar ältere überschreiben das vorhandene. Der Weg durch die Einstellungen unterscheidet sich außerdem bei Samsung, Pixel, Xiaomi, OnePlus und Motorola, also 5 verschiedene Wege zum selben Bildschirm.

Der Fehler, den Leute wirklich treffen, ist keiner von beiden. Rund 60 percent aller Meldungen über kein Netz sind eine Reiseleitung mit ausgeschaltetem Datenroaming, auf einem Handy, das sonst einwandfrei läuft.

Warum eine Reise eSIM keine Rufnummer hat

Ein Mobilfunkvertrag hat zwei getrennte Teile. Die Identität, die IMSI, die das Netz prüft, um dich hereinzulassen. Und die Nummer, die MSISDN, an die eine SMS adressiert wird. Das Erste geht ohne das Zweite.

Anbieter von Reise eSIMs kaufen reine Datentarife, weil die billiger sind und leichter über Grenzen laufen. Ein reines Datenprofil hat eine IMSI und keine MSISDN. Das Netz authentifiziert dich also und gibt dir Internet, und deine Bank übergibt ihren Code an ein Gateway, das an niemanden adressiert ist. Der Code ist nicht verspätet. Er war nie zustellbar.

Es gibt drei Lösungen und zwei davon kosten nichts. Lass deine Heimleitung für SMS eingeschaltet, mit ausgeschaltetem Datenroaming. Schalte WLAN Anrufe ein, bevor du fliegst, denn die meisten Anbieter lassen dich das im Ausland nicht mehr aktivieren. Oder nimm eine Orbislo Number dazu, eine echte Mobilnummer statt eines VoIP Bereichs, den Banken sofort ablehnen.

Was mit deiner normalen SIM passiert

Nichts. Sie bleibt, wo sie ist, physisch oder als eSIM, und behält deine Nummer, deine Kontakte und deine Zwei Faktor Codes. Eine Reise eSIM dazuzunehmen ist kein Anbieterwechsel.

Drei Einstellungen zählen, und eine davon liest sich verkehrt herum. Datenroaming aus auf deiner Heimleitung, denn die kostet Geld. Datenroaming an für die Reise eSIM, denn ein anderswo ausgestelltes Profil ist aus Sicht des Handys immer im Roaming, also schaltest du es damit schlicht ab. Und mobile Daten auf die Reiseleitung, während Anrufe auf der Heimleitung bleiben.

Beim Heimflug passiert ebenfalls nichts. Deine Heimleitung übernimmt, die Reiseleitung wird still, und bei Orbislo liegen die nicht verbrauchten Daten weiter in deiner Wallet.

Fragen, die wirklich gestellt werden

Muss ich meine normale SIM herausnehmen?
Nein. Die eSIM läuft parallel dazu. Deine gewohnte Nummer bleibt für Anrufe und SMS aktiv, die Daten laufen über die eSIM.
Ist eine eSIM langsamer als eine physische SIM?
Nein. Es ist dasselbe Funkmodul und dasselbe Netz. Der einzige Unterschied: Das Profil wird auf einen Chip geschrieben, der ohnehin im Handy sitzt. Es steht nicht auf einer Karte.
Kann ich eine eSIM auf ein anderes Handy übertragen?
Bei den meisten Anbietern nur mit Mühe. Bei Orbislo reichen zwei Taps, denn dein Guthaben gehört zu deinem Konto und nicht zum Gerät.
Was passiert, wenn ich wieder zu Hause bin?
Nichts. Deine Heimatleitung übernimmt, die Orbislo-Leitung wird still, und die Daten, die du nicht verbraucht hast, liegen weiter in deiner Wallet.
Woher weiß ich, ob mein Handy eine eSIM hat?
Wähl Stern Raute null sechs Raute auf dem Tastenfeld. Erscheint unter der IMEI eine EID, hat das Handy eine. Unter iOS steht dieselbe Zeile in Einstellungen, Allgemein, Info. Das ist das Gerät, das antwortet, und keine Website, die aus einem Modellnamen rät.
Funktioniert eine Reise eSIM auch mit SIM Lock?
Oft nicht. Ein gesperrtes Gerät kann ein fremdes Profil ablehnen, obwohl der Chip da ist. Lass es von deinem Anbieter entsperren, nach bezahltem Vertrag ist das meist kostenlos, und mach das vor dem Abflug statt am Flughafen.
Warum braucht eine Reise eSIM eingeschaltetes Datenroaming?
Weil das Profil anderswo ausgestellt wurde als in dem Land, in dem du stehst, also gilt jede Einbuchung als Roaming. Die Einordnung hängt am Herausgeber, nicht daran, wo deine Füße sind. Auf einer vorausbezahlten Reiseleitung kann dich das nichts kosten.
Kann ich die Verbindung mit einem Laptop teilen?
Ja. Tethering ist in jedem Orbislo Tarif enthalten und geht vom selben Guthaben ab. Mehrere Anbieter dieser Branche sperren es oder sagen dazu nichts, bis du es versuchst.