Bankcodes im Ausland
Dein Bankcode braucht eine Rufnummer. Reise eSIMs haben keine.
Das ist das meistgesuchte ungelöste Problem der Kategorie, und die meisten Anbieter beantworten es mit einem Hilfeartikel, in dem steht "unsere eSIM unterstützt keine SMS", und damit hat es sich.
Warum eine reine Daten eSIM strukturell keine SMS empfangen kann
Ein Mobilfunkvertrag besteht aus zwei getrennten Dingen: einer Identität und einer Rufnummer. Die Identität ist die IMSI auf der SIM, die das Netz prüft, um zu entscheiden, ob es dich hereinlässt. Die Rufnummer ist die MSISDN, die Adresse, an die eine SMS oder ein Anruf geht. Das klingt nach demselben und ist es nicht. Man kann das eine ohne das andere haben.
Anbieter von Reise eSIMs kaufen reine Datenverträge bei Großhandelsbetreibern, weil sie billiger sind, sich einfacher über Grenzen verteilen lassen und ohne die regulatorische Last kommen, die zur Vergabe echter Rufnummern gehört. Ein reines Datenprofil wird mit einer IMSI und ohne MSISDN bereitgestellt. Das Netz authentifiziert dich bereitwillig und gibt dir Internet. Es hat aber keine Rufnummer zu dir gespeichert. Wenn deine Bank also eine Nachricht an ihr SMS Gateway übergibt, adressiert an niemanden, passiert nichts. Es gibt keine Warteschlange, die sie festhält. Etwas in den Einstellungen einzuschalten hilft nicht, denn das fehlende Teil liegt gar nicht auf deinem Handy.
Die drei Lösungen
| Lösung | Kosten | Wann einrichten | Empfängt Bank SMS | Hauptrisiko |
|---|---|---|---|---|
| Heimleitung für SMS behalten | $0 | Vor dem Abflug, 2 Minuten | Ja, auf deiner bisherigen Nummer | Versehentliche Datenroaming Kosten |
| WLAN Anrufe | $0 bei den meisten Anbietern | Vor dem Abflug, zwingend | Ja, über jedes WLAN | Manche Anbieter sperren es im Ausland |
| Freigabe per App oder Passkey | $0 | Zu Hause, zwei Wochen vorher | Keine SMS nötig, die Freigabe kommt in der App an | Jede Karte kann eine eigene Einstellung haben |
Lösung eins: behalte deine Heimleitung, nutze sie nur für SMS
Für die meisten ist das die richtige Antwort, und sie kostet nichts. Dein Handy kann zwei Leitungen gleichzeitig betreiben. Lass die Heim SIM eingeschaltet, damit deine Rufnummer für Anrufe und SMS registriert bleibt, und stelle die Orbislo Leitung als die für mobile Daten ein. Eingehende SMS sind fast überall kostenlos oder fast kostenlos, denn bezahlt wird eine SMS vom Absender, nicht vom Empfänger.
Das Einzige, was du tun musst: Datenroaming auf der Heimleitung ausschalten. Genau daher kommen die Horrorgeschichten, etwa eine Heimleitung, die neun Tage lang still Hintergrundaktualisierungen zu Roamingpreisen zieht. Auf dem iPhone: Einstellungen, dann Mobilfunk, dann die Heimleitung antippen, dann Datenroaming aus. Schalte auch Mobiles Datennetzwerk wechseln aus. Zu Hause ist das praktisch, im Ausland teuer, denn es lässt das Handy jedes Mal auf die Heimleitung zurückfallen, wenn die Orbislo Leitung schwächelt. Die vollständige Anleitung mit Screenshots steht auf der iPhone Installationsseite und der für Android.
Lösung zwei: WLAN Anrufe, eingeschaltet vor dem Abflug
WLAN Anrufe leiten Anrufe und SMS deiner Heimrufnummer über eine beliebige Internetverbindung statt über ein Mobilfunknetz. Bei den meisten Anbietern ist das kostenlos, es funktioniert aus einem Hotel in einem anderen Land, und deine Rufnummer bleibt erreichbar, während die Heim SIM physisch ausgeschaltet ist. Damit ist das Roamingrisiko komplett weg.
Der Haken ist die Reihenfolge. Mehrere Anbieter verlangen, dass du WLAN Anrufe aktivierst, während du in ihrem Netz bist, und manche brauchen eine Adresse für die Notrufweiterleitung, die sie nur über eine inländische Verbindung annehmen. Aktiviere es zu Hause und teste es dann: Handy in den Flugmodus, WLAN wieder an, und lass dir von jemandem eine SMS schicken. Kommt sie an, bist du für die ganze Reise abgesichert. Wartest du damit, bis du im Ausland bist, besteht ein echtes Risiko, dass du es gar nicht mehr aktivieren kannst, und die Hotline deines Anbieters ist dann genau die Nummer, die du nicht erreichst.
Lösung drei: stell deine Bank auf Freigabe per App oder Passkey um
Die stärkste Lösung nimmt die SMS ganz aus dem Spiel. Die meisten Banken lassen dich eine Anmeldung oder eine Kartenzahlung inzwischen in ihrer eigenen App freigeben oder mit einem Passkey, der auf dem Handy gespeichert ist, und beides kommt über Daten. Mit einer Orbislo Leitung erreicht dich die Freigabe, sobald du online bist, in jedem Netz und in jedem Land, auch mit ausgeschalteter Heim SIM. Richte es zu Hause ein, denn die Umstellung selbst schickt oft noch einen letzten Code an die hinterlegte Nummer.
- Öffne die App deiner Bank, such die Einstellungen für Sicherheit oder Anmeldung und wähle Freigabe per App oder einen Passkey statt SMS Codes.
- Prüf jede Karte und jedes Konto einzeln, denn viele Banken speichern pro Karte eine eigene Einstellung.
- Zieh E-Mail, Airline und Shops, die dir noch Codes per SMS schicken, auf eine Authenticator App um.
- Gib zu Hause eine Testanmeldung oder Testzahlung frei, damit du weißt, dass die Anfrage dich erreicht, bevor du sie brauchst.
- Behalte Lösung eins als Rückfall: die Heimleitung für SMS eingeschaltet, ihr Datenroaming aus.
$0
Was alle drei Lösungen kosten
0
Rufnummern auf einer normalen Reise eSIM
2
Leitungen, die ein Dual SIM Handy gleichzeitig betreibt
14
Tage Vorlauf für jede Änderung bei deiner Bank

Zwei Sperren, die außerhalb des Handys sitzen
Manche Banken schicken den Code nur an die Nummer, die schon im Konto hinterlegt ist, und lassen dich diese Nummer nur mit einem Code ändern, der an die alte Nummer geht. Das ist ein Kreisschluss innerhalb deiner Bank, und kein eSIM Anbieter kann ihn öffnen. Die Lösung ist, die Nummer bei deiner Bank zu ändern, solange du noch zu Hause bist, oder dieses Konto auf eine Authenticator App umzustellen, die gar kein Netz braucht und ohnehin sicherer ist. Mach das zwei Wochen vor dem Abflug und nicht am Abend davor, denn manche Banken verhängen nach einem Nummernwechsel eine Sperrfrist.
Eine kleinere Gruppe von Diensten lehnt jede Nummer außerhalb eines privaten Mobilfunkbereichs ab, und damit fallen die kostenlosen SMS Postfächer im Netz weg, die eine virtuelle Nummer unter Fremden teilen. Deine eigene Heimnummer besteht diese Prüfungen, und eine Freigabe per App oder Passkey fragt gar nicht erst nach einer Nummer. Deshalb sind Lösung eins und drei das Paar, das du vor einer langen Reise einrichtest.